Gute Blogartikel: Was sie ausmacht und wie du dir Inspiration holst

Kaum ist der Blog gestartet und die erste Euphorie vorüber, geht das Desaster los. Die Ideen bleiben aus und die erhofften Besucher leider auch. Bevor die Motivation aber im Keller ankommt, ist es an der Zeit, sich ein paar Gedanken zu machen – was macht gute Blogartikel aus und woher kommen die Ideen?

 

Was macht einen guten Blogartikel aus?

Bevor wir uns um die Ideenfindung kümmern, ist es wichtig zu definieren, was einen guten Blogbeitrag überhaupt ausmacht. Zu dieser Frage würden wir wahrscheinlich 100 verschiedene Antworten von 100 unterschiedlichen Bloggern bekommen. Angefangen bei der richtigen Textlänge und Formatierung, über Suchmaschinenoptimierung (SEO) und passende Keywords bis hin zu kreativen Beitragsbildern und der persönlichen Note wäre wohl alles dabei. Jeder einzelne hätte auch recht – das sind alles richtige und wichtige Faktoren. Aber eine Sache hat für mich oberste Priorität.

Wenn du mich fragst, was einen guten Blogartikel ausmacht, wäre meine Antwort: Er liefert einen Mehrwert für den Leser!

Das gilt vor allem für Inhalte von Bloggern, die nicht nur ein Tagebuch für Freunde und Familie ins Internet stellen, sondern professionell schreiben und ihren Blog erfolgreich machen wollen.

Wenn du für andere schreibst, musst du auf deren Interessen und Wünsche eingehen und einen Nutzen für sie liefern können, um dauerhaft gelesen zu werden. Der erste Eindruck zählt. Unsere Zeit ist knapp und die Aufmerksamkeitsspanne sowieso. Ein guter Blogbeitrag sollte daher nicht nur halten, was die Überschrift verspricht, sondern darüber hinaus:

 

  • Ein Problem lösen
  • Informativ sein
  • Den Leser unterhalten

Mehrwert zu liefern bedeutet für mich, dass mindestens einer dieser Punkte, besser aber eine Kombination aus allen, eingehalten wird.

 

Wir wollen für den Menschen schreiben und nicht für die Suchmaschinen. Wenn du dich also auf die Suche nach einem Thema machst, um es in einen Beitrag zu verpacken, stelle dir bei jeder Idee immer die Frage: „Wie kann ich daraus einen Mehrwert für meine Leser schaffen?“.

Wenn du dein Thema gefunden hast, kannst du dich immer noch darum kümmern, wie du anschließend einen perfekten Blogbeitrag darüber schreibst.

 

Wie komme ich denn an Ideen für neue Blogartikel?

Es kommt natürlich immer darauf an, in welchem Genre du dich bewegst. Dennoch gibt es ein paar Tipps, die für (fast) alle Bereiche funktionieren.

 

  • Betrachte deine Welt aus dem All

Diese Methode ist genauso simpel wie effektiv, denn idealerweise schreibst du auf deinem Blog über ein Thema, in dem du dich bereits gut auskennst – deine Welt. Vielleicht geht es um deinen langjährigen Beruf, ein ausgefallenes Hobby oder eine große Leidenschaft – dann bist du insgesamt schon sehr tief im Thema drin und kannst viel darüber schreiben.

Das ist natürlich gut, kann aber auch Nachteile haben. Die Materie ist für dich kein Neuland mehr. Du hast somit vielleicht kein Feingefühl für die Fragen und Probleme anderer, die auf dem Gebiet noch nicht so vertraut sind. Ein Laie, der sich neu mit dem Thema beschäftigt, ist dann schnell mal überfordert und wieder weg.

Wechsle beim Schreiben auch mal die Perspektive und versetze dich in die Lage deines potentiellen Lesers. Betrachte dein Thema von außen – wie Felix Baumgartner die Erde – und überlege, welche Fragen du als Neuling hättest.

 

  • Lasse andere von deiner Barrierefreiheit profitieren 

Überlege dir, welche Hürden du in der Vergangenheit im Bezug auf dein Thema überwunden hast oder womit du dich aktuell auseinandersetzt. Zu welchen Problemen hast du selbst viel recherchiert? Welche Probleme hast du durch eigenes Engagement und Ausprobieren gemeistert? Welche offenen Fragen hast du selbst, die du bald klären willst und die auch für deine Leser interessant sein könnten?

 

  • Rasterfahndung im eigenen Umfeld

Damit meine ich zum einen dein persönliches Umfeld, also Freunde, Familie, Kollegen usw.. Bist du in einer Sache besonders gefragt? Mit welchen Fragen kommen andere auf dich zu? Welche Schwierigkeiten gibt es?

Zum Anderen deine online Netzwerke, wie z.B. Facebook & Co. Welche Probleme und Sorgen bekommst du dort täglich mit? Hast du vielleicht eine Lösung, die auch anderen Menschen – deinen Lesern – nützen könnte? Bist du in Gruppen aktiv, die dein Thema behandeln? Dort wimmelt es nur so von neuen Beitragsideen.

 

  • Die freundlichen Nachbarn

Schaue über den Tellerrand. Mit großer Wahrscheinlichkeit bist du nicht allein mit deinem Thema im Netz unterwegs. Suche gezielt nach anderen Blogs in deiner Nische und klicke dich durch die Ergebnisse.

Siehe die anderen Blogger nicht als Konkurrenten, sondern eher als nette Nachbarn an, die man auch mal auf einen Kaffee besucht. Und wenn du schonmal dort bist – stöbere bei der Gelegenheit auch mal durch ihre Kategorien und Überschriften und hole dir Inspirationen. Lies auch ein paar Beiträge und stelle dir Fragen dazu. Hättest du einen anderen Schwerpunkt innerhalb des Artikels gewählt? Bleiben bei dir nach dem Lesen noch Fragen offen? Es gibt sicher noch viel Potential für eigene Beiträge.

 

  • Augen auf beim Bücherkauf 

Zuletzt noch ein Tipp in zwei Varianten, der wirklich immer funktioniert und zudem noch richtig Spaß macht.

 

Möglichkeit 1, die Einkaufsbummel-Variante:

Ich selbst liebe Bücherläden und könnte mich stundenlang darin aufhalten. Es gibt dort immer etwas Neues zu entdecken und genau das ist der Punkt. Auf der Suche nach neuen Ideen für deine Blogartikel wirst du hier mit Sicherheit fündig – entweder entdeckst du Buch, das du direkt mitnimmst und anschließend rezensieren bzw. ein Thema daraus aufgreifen kannst oder du entwickelst Ideen anhand verschiedener Buchcover, Klappentexte, Inhaltsverzeichnisse usw..

Möglichkeit 2, die Zeitraffer-Variante:

Wenn du schon relativ genau weißt, in welche Richtung dein Blogartikel gehen soll, du aber noch inhaltliche Ideen brauchst, geht es schneller und einfacher online. Gehe dorthin, wo es wahrscheinlich die meisten Bücher gibt – auf Amazon – und probiere dort verschiedene Suchbegriffe zu deinem Thema aus. Da dir für jedes aufgerufene Buch auch wieder weitere thematisch passende vorgeschlagen werden, ist die Ausbeute hier groß. Bei den meisten Büchern gibt es die Option „Blick ins Buch“, mit der du einige Seiten probeweise ansehen kannst. Scrolle nun zum Inhaltsverzeichnis und schaue dir den Aufbau des Buches und die behandelten Themen an. So sammelst du in kurzer Zeit viele Ideen für neue Beiträge.

 

Die letzte Variante ist zwar die schnellere und gezieltere, dafür fördert die erste deine Kreativität stärker. Du verlässt das gewohnte Umfeld, bist weniger abgelenkt und nimmst „richtige“ Bücher in die Hand statt nur vor dem Bildschirm zu sitzen. Dadurch bekommst du auch insgesamt einen „echten“ und besseren Eindruck.

 

  • Sammelleidenschaft entwickeln

Im besten Fall hast du nun am Ende des Tages nicht nur eine Idee für den nächsten Blogartikel sondern gleich eine ganze Hand voll potentieller neuer Inhalte. Wichtig ist jetzt, dass du die übrigen nicht wieder verwirfst, sondern erstmal alles sammelst. Ich benutze dafür am liebsten Smartphone Apps wie Wunderlist, Papier und Stift tun es aber auch. So baust du im Laufe der Zeit ein ganzes Archiv an Themen auf.

 

Fazit

Schreibe für deinen Leser, gehe mit offenen Augen durchs Leben und werde zum Problemlöser – damit hast du eine gute Basis auf der du aufbauen kannst.

 

Mit diesem Artikel leiste ich meinen Beitrag zur Blogparade von Lillymade, die noch bis Ende Juni läuft. Das Ziel dabei ist es, Tipps von und für Blogger zu sammeln, um daraus einen Leitfaden zu erstellen. Ich freue mich auf viele spannende Beiträge!

Nina, www.co-monkey.de


 

Nina

studiert, schreibt und arbeitet an neuen Ideen in Berlin. Mit ihren Texten möchte sie unkonventionelle Wege und Alternativen zeigen, um mehr Zufriedenheit in den privaten und beruflichen Alltag all jener zu bringen, die Lust auf Veränderungen haben.

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12 Antworten

  1. Barbara sagt:

    Hi Nina,

    cooler Beitrag!

    Jeder Blogneuling sollte den mal gelesen haben, damit er oder sie weiß, worauf es wirklich ankommt!

    Liebe Grüße
    Barbara

  2. Meli sagt:

    Liebe Nina, das mit dem Mehrwert löse ich so, dass ich versuche Fragen zu beantworten, die es zum Thema in meinem Fall zu bestimmten Reisedestinationen gibt (W-Fragen-Tools / Google Keyword Planer). Super Artikel! LG, Meli

    • Nina sagt:

      Hi Melli,
      super Tipps! W-Fragen Tools habe ich zwar (noch) nicht in Gebrauch, sie begegnen mir aber immer öfter. Ich werde es mal testen =)

  3. Hallo Nina,
    toller Beitrag! Mein Tipp ist immer WENIGER IST MEHR. Und ich hoffe, dass neue Blogger sich Inspirationen holen bevor sie anfangen zu schreiben 🙂
    Und Lesen, vor allem gute Literatur, gehört einfach dazu!

    Liebe Grüße,
    Alex.

  4. Daniela sagt:

    Liebe Nina,
    Dein Artikel bietet auf jeden Fall mal Mehrwert. Soviel ist schon mal klar.

    An Ideen mangelt es mir nicht. Da bekomme ich vor allem immer viel Inspiration in Facebook Gruppen.
    Mehrwert versuche ichauch zu bieten, gelingt mir aber nicht immer. Das weiß ich, denn ich habe mir auch auf die Fahne geschrieben, zu unterhalten. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden.

    • Nina sagt:

      Liebe Daniela,
      vielen Dank für die Blumen 🙂 Facebook-Gruppen sind wirklich eine super Möglichkeit um die Probleme und Interessen potentieller Leser aufzuspüren!

  5. Sabine sagt:

    Sehr gut geschrieben und mit wichtigen Tipps!

  6. Julia sagt:

    Guter Artikel mit ein paar guten Tipps – v.a. zur Ideenfindung! Denn, wer ertappt sich nicht bisweilen beim neidischen Blick auf den gelungenen Artikel eines andern Blogs und denkt „Wieso fällt mir sowas nicht ein“ – soll nochmal einer Sachen, Kreativität und Struktur gingen nicht zusammen ;)

  1. 20. August 2016

    […] Immer den Leser im Blick […]

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